Goran Krka geht nach Himmelsthür
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- Veröffentlicht am Samstag, 01. Mai 2010 20:52
Der 46-Jährige Vollblut-Handballer verlässt Eintracht Bad Salzdetfurth
und löst Bernd Riethmüller als Trainer beim TuS Grün-Weiß Himmelsthür ab.
Himmelsthür/Bad Salzdetfurth. Hinter vorgehaltener Hand wird seit längerem gemunkelt. Jetzt ist es amtlich und wurde auch von beiden Seiten bestätigt. Goran Krka, der aktuell noch die SV Eintracht Bad Salzdetfurth (Landesliga Hannover) betreut, wird ab 1. Juni 2010
Cheftrainer beim Handball-Verbandsligisten TuS Grün-Weiß Himmelsthür. Der Bosnier übernimmt dort das Amt von Bernd Riethmüller, der sich nach Abschluss der Spielzeit 2009/2010 eine Handballpause gönnt. Die Vorstellungen der Himmelsthürer Verantwortlichen und dem neuen Übungsleiter passten jedenfalls
zusammen.
„Die Vereinbarung gilt auch für den Fall, wenn wir noch in die Landesliga absteigen sollten“, erklärt Himmelsthürs Manager Michael Kaufmann. „Wir freuen uns, mit Goran einen sehr erfahrenen, engagierten und ehrgeizigen Trainer verpflichtet zu haben.“ Wird Krka auch beim TuS neben seinem Trainerjob aktiv auf Torejagd gehen? „Nein“, sagt Kaufmann. Wir holen Goran ausdrücklich „nur“ als Trainer. Der Manager schränkt aber ein, dass ein Einsatz im Notfall nicht auszuschließen sei.
Kaufmann ist aber sicher: „Auch ohne sein spielerisches Engagement wird uns Goran weiterbringen“. Bereits seit einigen Wochen war klar, dass der jetzige Trainer Bernd Riethmüller zum Ende der Saison aufhören würde. „Wir haben das aber nicht an die große Glocke gehängt, um nicht noch zusätzliche Unruhe in die Mannschaft und das Umfeld zu bringen“, bemerkt Kaufmann. „Im Abstiegskampf wäre das völlig fehl am Platze gewesen. Jetzt ist es aber langsam an der Zeit, für klare Verhältnisse zu sorgen, damit sich der Verein und die Spieler entsprechend orientieren können.“
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Für die gute Arbeit in Himmelsthür spricht, dass mehrere namhafte Trainer Interesse an dem Trainerjob hatten. „Unser großes Plus war zum Beispiel die Tatsache, dass der Kader der I. Herren weitgehend zusammen bleibt, wir eine sehr erfolgreiche II. Herren in der WSL-Oberliga haben und darüber hinaus eine männliche A-Jugend in der Oberliga, sowie eine gute Nachwuchsarbeit vorweisen können“, erklärt Kaufmann.
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Die volle Konzentration gilt [in Himmelsthür] aber dem Restprogramm in der Verbandsliga. Von Platz fünf bis zwölf können derzeit noch alle Mannschaften absteigen. Riethmüller und Kaufmann wollen mit Macht verhindern, dass der TuS dazugehört. Denn eines ist klar: Ein renommierter Mann wie Goran Krka würde viel lieber einen Verbandsligisten trainieren.
In Bad Salzdetfurth hinterlässt Krka eine große Lücke. Als Spielertrainer hat er das Team an die Spitze der Landesliga geführt. Zuletzt schwächelte die Mannschaft aber ein wenig und rutschte auf Rang zwei ab. „Wir trennen uns in Frieden“, sagt Krka, „aber in Himmelsthür sehe ich einfach die besseren Perspektiven.“
HiAZ vom 03.02.2010


